17. Mai bis 10. Juni

Hat doch wieder lange gedauert mit der Aktualisierung. Aber wir haben immer mehr Arbeit als wir eigentlich bewältigen können.
Es ist schön Detlev und Simone zurück zu haben und es macht das Leben auch einfacher! Jedenfalls geht es jetzt wieder schneller voran wie als Einzelkämpfer. Und die Bürokratie wird auch nicht weniger.
Wir sind momentan sehr mit dem Bau von Häusern und der Beschaffung von Baumaterial für Selbstbauer beschäftigt. Leider liegen unsere "Baustellen" verstreut über drei Provinzen. Aber Tsunamis halten sich selten an Grenzen! Der Bedarf an Fischereigerät und Booten ist auch nicht weniger geworden. Die Fischzuchtanlagen sind auch noch ein offenes Problem. Momentan haben wir kein Geld um da zu helfen obwohl die Betroffenen von offizieller Seite sehr wenig Hilfe erhalten und diese sicher nötig haben. Wir nehmen Anträge entgegen und prüfen sie, müssen aber auf die Freigabe von Geldern dafür warten.
Sehr viel Arbeit machen uns auch Betreuung und Verwaltung der Waisen und ihrer Angelegenheiten. Die Kinder sind ja nicht immer verfügbar wenn wir vor Ort auftauchen. Und den Schulbetrieb kann man auch nicht immer stören.
Der Bau des Bibliotheksgebäudes in der Schule in Ban Bang Muang geht plötzlich nur noch sehr langsam voran. Die Baufirmen sind überlastet weil jetzt überall am Wiederaufbau gearbeitet wird. Na, wenigstens sitzen die Betroffenen in Thailand nicht nur rum und warten, wie in anderen Ländern. Sie haben schon kurz nach der Katastrophe angefangen mit dem Wiederaufbau. Am Anfang ging es mühsam weil noch zuviel andere dringende Dinge gab. Aber die Thais sind ein pragmatisches Völkchen und haben nach dem ersten Entsetzen und der Trauer schnell die Ärmel hochgekrempelt und angefangen aufzuräumen.
Wenn man sich Bilder kurz nach dem 26. Dezember und heute vom gleichen Ort ansieht dann kommt man ins Staunen wie viel sich seitdem getan hat.