Direkthilfe
Erste Hilfsmaßnamen
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Blutspenden - Dolmetscherdienste für Stadtverwaltung und Polizei
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Lieferung von Verpflegung und Hilfsgütern für die Auffanglager
Überbrückungsgeld In den ersten Tagen nach dem
Tsunami war die Not der Betroffenen am größten. Viele hatten neben den
Angehörigen Ihr Heim und ihre Existenz verloren. Wer nicht bei Verwandten
oder Freunden unterkommen konnte musste in die in großer Eile errichteten
Auffanglager. Diese bestanden entweder aus Schulsälen, Versammlungshallen
oder aus einfachen offenen Zelten. Dort wurden die Opfer mit Nahrung und
gespendeter Kleidung versorgt, waren aber ansonsten völlig mittellos, da
sie meistens außer der Kleidung die sie am Leibe trugen nichts gerettet
hatten.
Ihnen fehlten meist die einfachsten Dinge wie Wasch- und
Toilettenartikel, aber auch Medikamente, Geld um mit Verwandten oder
Freunden in anderen Provinzen zu telefonieren, für
Busfahrscheine oder was immer sie im täglichen Leben brauchten. Noch nicht
einmal das Geld um verstorbene Angehörige zu beerdigen war vorhanden.
Es gab (und gibt) auch viele Härtefälle wie z.B. den nierenkranken Vater
der seine Frau verloren hatte, zwei kleine Kinder betreuen musste und
eigentlich in eine Spezialklinik in Bangkok sollte, dies aber weder
finanziell noch zeitlich tun konnte. Oder die Großmutter mit dem
pflegebedürftigen Mann die durch die Flutwelle Sohn und Schwiegertochter
verlor und nach zwei Tagen Ihr viermonatiges Enkelkind von Mücken
zerstochen, aber lebend im Gebüsch wieder fand. Die Liste ließe sich
endlos fortsetzen - die Not war zum Regelfall geworden. Wir versuchen
wo immer möglich solche Härtefälle durch direkte finanzielle oder
materielle Zuwendungen abzumildern.
Medizinische Hilfe Viele der
Flutopfer sind schwer verletzt oder bedürfen längerer medizinischer
Betreuung die sie sich nicht leisten können. In diesen Fällen suchen wir
Sponsoren die dies übernehmen oder finanzieren dies aus Projektgeldern
Hausbau In besonders
schweren Einzelfällen sind wir Fischern oder Seezigeunern beim Hausbau
behilflich oder finanzieren zu mindest das Baumaterial. Dies ist uns aber
nur in Gemeinschaft von Einzel- oder Gruppensponsoren möglich und findet
auch nur in besonders krassen Fällen statt. Bei der ungeheuren Menge
obdachlos gewordener Menschen können wir wirklich nur in besonderen Fällen
intervenieren.
Das haben wir bisher getan
Als erstes wurde gemeinsam mit Gästen, angestellten und Familie Blut
gespendet und Verpflegung und Hilfsgüter in die Auffanglager geliefert
sowie Dolmetscherdienste in den Auffanglagern und Sammelstellen der Toten
geleistet.
Direkt nach der Katastrophe haben wir zwanzig
Fischerfamilien in Nam Kem die Heim und Boote verloren hatten in unsere
Obhut genommen und finanziell für die ersten zwei Monate ausgestattet.
Für über vierzig Waisen und Halbwaisen für einen Monat (teilweise zwei
Monate) Lebenshaltungs- und Schulkosten übernommen. Eine Familie in
Takua Pa die ihren Ernährer verloren hatte finanziell so lange unterhalten
bis wir einen Paten gefunden hatten. Sieben Fischerfamilien in Phuket
während der Reparaturphase ihrer Boote finanziell unterstützt.
Zwei
Bootsbauern Werkzeuge und Maschinen gekauft damit sie die Arbeit in ihren
zerstörten Betrieben wieder aufnehmen konnten Einem nierenkranken Vater
der die Frau verloren hatte und zwei kleine Kinder zu betreuen hatte
Fahrtkosten und Behandlung in einem Bangkoker Krankenhaus bezahlt Einem
militärischen Bautrupp der in glühender Sonne Schwerstarbeit leistete und
seit über einem halben Tag kein Trinkwasser mehr hatte einen Pickup voll
Wasser besorgt. Zirka 70 (die Zahl ändert sich mehrmals wöchentlich)
Fischern die neue Boote bekommen hatten die Erstbetankung und Eis zum
Einlagern Ihres Fanges finanziert |